Montag, 17. April 2017

...stauen, zurren, monitoren; statt OSTEREIER suchen.

Wir haben einiges an Bord gebracht, verstaut und verzurrt. Hoffentlich müssen wir später nicht suchen. Aber da wird uns unsere grobe papierliche Stauplanübersicht und die elektronische App für die Details sicherlich weiterhelfen.

Ziele dabei: Alles muss seefest gezurrt sein. Es darf nichts verrutschen und etwas beschädigen. Der Bewegungsfreiraum für den Komfort darf nicht leiden. Und wichtige Dinge müssen im Direktzugriff bleiben.


Wir glauben, das haben wir hinbekommen: Der Wasserpass ist noch zu sehen, das Gewicht ausgewogen verteilt und Gäste können sogar noch bequem übernachten.

Die neue Versorgungsbatterie nebst Monitor haben auch ihre Plätze gefunden.

Was ich noch nicht im Griff haben, ist unser Energiemanagement. Das zeigt die erste Auswertung des Monitorings.
Ach ja, wie Recht hat Bobby:
https://www.yacht.de/schenk/energie.html



Unsere mobile Landeinheit: Ein Klapprad
Passt: Beiboot unter unseren Wäschetaschen.

Die Seenotrettungsinsel. Bei gutem Wetter auch als Tisch zu nutzen.
Und nur dafür möchten wir sie benutzen
.

Damit bloß nichts aus dem Keller fällt: Sicherung der Bilgenbretter.

Gaaanz viele Laschen sinnvoll angebracht...

Die neue Versorgungsbatterie hat ihren Platz im Maschinenraum gefunden. Die alte hat auch noch ihren Platz.

Damit wir möglichst genau die Ladekapazität, unsere Lade- und Entladevorgänge beobachten, wird der Strom über diesen Shunt geleitet...

...damit wir über diesen Monitor sehen, was mit unseren Batterien los ist.
Angeltechnisch bereiten wir uns auch vor...

Aber in dieser IGLOO Kiste ist nur Platz für den Notstrominverter.

Montag, 3. April 2017

...mit Situationen umgegangen, die wir eigentlich NICHT ERLEBEN möchten.


Foto: FireSafty Team
...noch grinsen wir

Foto: Fire&Safty Team
Alle Wetter: bis 10 Windstärken, Nacht, Gewitter, Regen
und bis zu 3 Meter Kreuzwelle, Wassertemperatur 23 Grad Celsius.
Und dann bis zu 2 Stunden im Wasser.



Foto: Fire&Safty Team



















ISAF Offshore Sicherheitslehrgang 


http://www.fire-safety-training.de/



Unser Fazit:
Wir haben keine Angst mehr.
Aber höchsten Respekt vor der (erlebt simulierten) Natur.
Offshore.
...wir gehen segeln und bleiben an Bord!


Überleben auf See
  • Eindringen in Wasser
  • Fortbewegung im Wasser
  • Ruheposition im Wasser
  • Atemtechnik im Wasser
  • Umdrehen einer Rettungsinsel
  • Besteigen einer Rettungsinsel
  • Aufwinschen aus der Rettungsinsel
  • Sicherheitssprung aus größerer Höhe
  • Aufsteigen über die Jacobsleiter
  • Bergung einer über Bord gefallenen Person

Erste Hilfe
  • Sichern und Untersuchen (Seitenlage, Atemwegkontrolle, Atmung, Puls)
  • Äußere Blutungen stoppen
  • Typische Unfälle an Bord (Wunden, Schnitte, Verstauchungen)
  • Seekrankheit
  • Unterkühlung
  • Herz-Lungen-Reanimation
  • Menschliche Reaktionen in Notfällen

Leckabdichtung
  • es gilt den Wassereinbruch zu minimieren  
  • Praktische Übung in einem präparierten Boot
  • es gibt so viele Leckstopfmittel an Bord

Praktische Brandabwehr
  •  Brandquellen vermeiden, vermeiden, vermeiden
  •  Löschen, löschen, löschen... 

Rettungsmittel, Vorbereitung und Durchführung
Tipps, Erfahrungen und Diskussionen 

...und wenn wir die schriftliche Prüfung bestanden haben, gibt es auch noch ein Zertifikat gemäß Hochsee-Sicherheitsbestimmungen der International Sailing Federation (ISAF).

Brauchen wir aber nicht. Die gemachten Erfahrungen, die persönlich kennengelernten Grenzen (Rita ist ein verdammt zäher Bursche. Sie hat das Wasserwellnesprogramm bis zum Schluss durchgezogen...) und die unendlich vielen Tipps sind uns das mee(h)r wert. 


 

Unsere Unterkunft während des Trainings.
Ernährung bei Schlechtwetter.
Ganz einfach: Vorbereiten, aufwärmen, essen, verdauen.





Foto: Fire&Safty Team
Das waren unsere Ersatzschwimmwesten, ohne Schrittgurt in diesem Wellengang nicht zu gebrauchen. Rita hat sie dann noch gegen eine Profiweste ausgetauscht.

Foto: Fire&Safty Team
Geordnetes, gemeinsames Vorankommen.

Foto: Fire&Safty Team
Der Rettungshubschrauber naht. Zeit Signale zu geben.

Foto: Fire&Safty Team
Härtetest für die Raupe...

Foto: Fire&Safty Team
...hält.

Foto: Fire&Safty Team
Teambesprechung auf hoher See...
Foto: Fire&Safty Team
Klasse Signalmittel...

Foto: Fire&Safty Team
...ganz schön hell.















Niemals einen Fettbrand mit Wasser löschen!

fehlt noch an Bord...


Abendlicher Strandspaziergang an der Weser
Alles wieder trocken-nur noch die Rettungswesten neu bestücken und falten...






Alles safe. Material und unsere Gedanken. Lessons learned.Wir bleiben an Bord. Wir gehen segeln!



 
Amtlich: Bestanden haben wir auch.






Ein bisschen gibt es aber noch zu tun:
  • Külwasseransaugschlauch mit Zweiwegeventil versehen. Als Kühlwasser kann auch das eindringende Wasser genutzt werden. Entlastet die Bilgepumpe, die nach massivem Wassereinbruch eh nicht mehr funktioniert, da die Batterien als erstes geflutet werden und somit die Bordstromversorgung ausfällt...
  • Leckfett bestellen...
  • Leckstopfen an den Seeventilen mit Kordel befestigen...
  • Axt kaufen.Zur Unterstützung der Leckabwehr...
  • Externe Tauchpumpe und Stromgenerator im Cockpit haben wir schon...
    Notbeleuchtung und Notstromversorgung des Funkgerätes auch...
  • Die alten Rettungswesten bleiben an Bord. Gutes Leckdichtmittel...
  • Feuerlöscher prüfen, CO2 Flutung des Motorraums bei unserer Größe nicht sinnvoll... 
  • Doch noch in Sturm- und Trysegel investieren und ab La Coruna mitnehmen...
  • Grabbag noch packen...Shanty-Liederbuch nicht vergessen...
  • Lifebelt dient uns als Zweiercrew als "Bindemittel"...
  • Notfallcheckliste anpassen... 
  • und auf die Erfahrungen alter Hasen hören:
    z.B.: http://www.wilfried-erdmann.de/seemann/tip12_brecher.htm