Sonntag, 2. Dezember 2018

Fröhliche Weihnachten. Wir schenken uns Kommunikation...

Während Deutschland über Funklöcher und um den 5G Mobilfunkstandard streitet, gibt es eine Lösung, die es auch fernab von Mobilfunkmasten ermöglicht vernünftig zu kommunizieren.
Zum Beispiel auf dem Atlantik: Tracking via Satellit





Das geht ab 2019 technologisch und preislich erschwinglich nur mit Satelittentechnik und Übertragungsraten von 2,4 - 88 Kilobit/s.
Zum Vergleich: Wir streiten in Deutschland um 10, 50 oder gar 100 Megabit/s.
Mathematiker, Funktechniker, Kaufleute und Interessierte erkennen diesen sagenhaften Unterschied auf einen Blick...

Zurück ins digitale Mittelalter? Nö. Auf in die Zukunft.

Jo. Wie geht das?

Eigentlich ganz einfach!

Wir beschränken uns auf die wichtigsten Kommunikationselemente, die wir auf See brauchen und die von uns für andere wichtig sind.
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Wir nutzen den weltweit führenden Satelittendienst Iridium und das Hersteller- und Serviceproviderkonsortium Garmin.

Was ist uns wichtig da draußen?

1. Längerfristige einfache Wetterdaten zum frühzeitigen Erkennen von Extremsituationen.
2. Eine knackige Nachrichtenübermittlung. Von Bord und an Bord. Auf das Wesentliche reduziert.
3. Die Mitteilung unserer Trackingdaten alle 3 oder 6 Stunden. Man weiß ja nie.
4. Ein zusätzliches Notrufsystem zu unserer Funk- und EPIRB-Ausrüstung.

Was ist uns unwichtig da draußen?

Nachbarschaftsklatsch, Politische Tweets, Fakenachrichten, Witzgeschichten, Kochrezepte, Börsenkurse u.v.m.


Und wie sieht die Lösung konkret aus?


Das "Netz":

https://www.iridium.com/network/globalnetwork/








Der "Zauberkasten":

https://youtu.be/V-2ssIgGiSY





















Die "Dienste":

https://www.iridium.com/solutions/maritime/safety/








Die "Preise":

Flatrate war gestern. Endlich sich mal wieder auf das Wesentlich konzentrieren 😊








Fröhliche Weihnachten. Fair Winds.

 

09.12. Satellitentestbetrieb erfolgreich bestanden!
Marinewetterdaten von der Position irgendwo zwischen Lissabon und Porto Santo + Kurztesttext nebst automatischen Positionsdaten.
Garmin InReach Technologie + Zwei-Wege-SMS-Versand mit 100%iger weltweiter Iridium®-Abdeckung 😉







 

 

Samstag, 6. Oktober 2018

erfolgreich zurück vom Einsatz in Lisboa...




Eingenordet haben wir nur die Elektrik und die Verproviantierung.
Und nebenbei etwas Staub aussenbords beseitigt. Lissabon und Umgebung durften wir weiter erkunden. Auch beraten haben wir uns, über unsere Abfahrtstrategie Richtung Madeira. Nächstes Jahr.



Das alte Schaltpanel hatte wohl doch mehr Korrosionsschäden durch den Wassereinbruch in der Werft in La Coruna und vorher in der Biskaya durch ein paar Tropfen Salzwasser erlitten. Nach dem Austausch funktionieren alle Navigationsleuchten wie von Geisterhand wieder. Auch andere Verbraucherstromkreise funktionieren einwandfrei. Alles richtig verdrahtet. Alles richtig gemacht.

Alles safe! Auch die anderen (mechanischen) Systeme.

Alt und ganz analog, bzw korrodiert
Ein paar Kabel mehr wegen der Digitalisierung




Innenansicht der Navigationsleuchten
Aussenansicht. Funktioniert.





































Lissabon und Umgebung sind nicht nur seglerisch interessant:



 


















Ach ja. Unsere App für die Lebensmittellangzeitbevorratung hat sich bestens bewährt.
Ruck zuck waren abgelaufenen oder bald ablaufende Konserven aus den unterschiedlichen Stauräumen herausgesucht und entsorgt bzw. an andere weitergegeben.
Frischere Konserven wurden mit MHD und Stauplatz "eingebucht".

Und den Leihwagen haben wir genutzt, ordentlich Papiervolumen, Wasser- und andere Flaschen einzukaufen. Das müssen wir im nächsten Jahr dann nicht schleppen.

Ausserdem hatten wir ja diesmal noch unseren (Bord-)jungen mit dabei...



Und zum guten Schluß noch etwas:
Einige waren erstaunt, was wir alles so vor zwei Jahren gestaut haben. Diesmal haben wir erstmalig von einem kleinen aber nützlichen "Stauteil" provitiert. Unsere Strandliege. Durfte selbstverständlich der (Bord-)junge einweihen.


 Impressionen:

Lisbon Portugal in Cinematic High Definition from Justin Poore on Vimeo.

ACHTUNG. Schöne Werbung folgt:



Wir freuen uns mit Peter Bence´s Video auf die nächste Hochseesegelsaison.



Ohne seine Interpretation vom letzten und diesem Jahr aus dem Ohr zu verlieren.

Samstag, 18. August 2018

...neue Seewege zu den Kanaren für 2019 zu erkunden...

Einige Gründe sprechen für diese Routenwahl:
Kürzere Hochseezeiten am Stück für die Crew,
spannende Hochseestellen,
sichere SAR Voraussetzungen,
eine große Sandkiste im Atlantik 9x50 (Kilometer x Meter)...


Grobe Törndaten:

1. Tag
1 Tag Küstensegeln
Porto Sines

2. Tag
1 Tag Küstensegeln
(als alternative oder dirket raus)

3. - 6. Tag
4 Seetage und Nächte

...vorbei an verschiedenen Seamounts (Tiefseeberge),
dem Gorringe Ridge
und der Coral Patch Bank

7. - 8. Tag
2 Landtage 
Porto Santo bildlich
und
Porto Santo videotechnisch




9. - 11. Tag
3 Seetage und Nächte

...vorbei an den Ilhas Selvagens
https://www.sailmagazine.com/cruising/cruising-to-selvagem-grande-and-the-savage-islands
mal schauen, welche Einblicke wir mitbringen dürfen...

12. Tag
1 Ankertag und 1 Nacht La Graciosa

13. Tag
1/2 Tag Küstensegeln




























































































Restliche Tage









Hintergründe für diese Routenentscheidung:

1.
SAR Search And Rescue ist eine 1979 in Hamburg abgeschlossene, internationale Verpflichtung der Staaten zum Aufbau von Seenotrettungseinheiten. Und es ist die kontinuierliche Absprache über Rettungs-"spielregeln".

MiTA ist mit der entsprechenden Technik (Global Maritime Distress and Safety System)
ausgerüstet und könnte via UKW-Funk und/oder Satellitentechnik einen entsprechenden Notruf absetzen. Bei einem solchen Notruf werden automatisch unsere Bootsdaten und die augenblickliche Position übermittelt. Und sollten wir MiTA verlassen müssen, so können wir sogar in der Rettungsinsel mit unserer Handfunke weiter senden und unsere Position bestimmen.


Weltweit sind die Seegebiete aufgeteilt und die Zuständigkeiten geregelt. In unserem Törnabschnitt sieht das so aus:























Wir wissen von den portugiesischen und spanischen Rettungskräften und ihren Einsätzen in Notfällen.
Marokko hat es  -trotz vielfältiger Ankündigungen in den letzten 10 Jahrenes- nicht geschafft, nur eine einzige Marina zu erbauen. Ich möchte nicht wissen, wie die Rettungstrukturen dort aussehen. Ich bekomme auch keine Informationen dazu.

In den spanischen Gebieten sieht das so aus: http://www.salvamentomaritimo.es/
In den portugiesischen Gewässern übernimmt die Marine diese Aufgabe: http://www.marinha.pt

2.
Die Sandkiste des Atlantiks möchten wir genießen:
https://www.travelbook.de/ziele/inseln/porto-santo-portugal



,,,im Fernstudium.



Was gibt es neben Mücken, Wespen, Schlangen und Kamelen noch so an anderen Lebensgenossen auf und um die Kanaren?

Diese Webseite gibt Auskunft:
https://www.diving-canary-islands.com/haie-kanaren-atlantik-kanarischen-inseln/

Mittwoch, 18. Juli 2018

in der Vorbereitung. Offshoresegeln bedeutet auch: Selbst reparieren. Manchmal an den schönsten Orten der Welt.

Durch einen Wassereinbruch, entweder in Salzwassertropfenform in der Biskaya mit Seewasser, oder in der Werft in La Coruna mit massivem Regenwasser während der Inspektion, gibt es doch einige Schäden. Im Nasszellenbereich ist die Neonröhre mit "Süsswasser" geflutet. Einige Sicherungen der elektrischen Schaltanlage sind durch Korrosion nicht mehr nutzbar.

Statt uns zu beklagen haben wir in La Coruna selbst Hand angelegt. Provisorisch haben wir die Elektrik wieder erfolgreich in Schwung gebracht.

Und uns entschieden, den Schaden selbst zu reparieren.

Unsere kommende Mission:
Im Oktober wird unser diesjähriger Hochzeitstag in Lissabon an Bord und Umgebung gefeiert.

Flüge sind gebucht. MietPKW auch.
Eine Woche kombiniert aus Urlaub und Arbeitseinsatz an Bord. Aber das kennen wir ja schon aus den niederländischen Zeiten.

Die neu zu verbauenden Ersatzteile sind heute angekommen.
Mit zwei tollen digitale Techniken.
Fernüberwachung: Optische Anzeige und Hinweise über den Zustand der Navigationsbeleuchtung.
Stromversorgung: Zwei Mikroprozessor geregelte USB Stromversorgungssteckdosen.

Hoffentlich passt es. Habe nämlich vergessen die Maße zu nehmen...




Unser "touristisches Programm":



das möchte ich genießen...
  1. 1Archeologisch, lichttechnisch und wenn' s passt auch musikalisch: https://youtu.be/HTzklovsiV4
  2. 2Sehen, was wir bald draussen wahrscheinlich nicht so deutlich sehen werden: https://youtu.be/dKtWEMxDMi0
  3. 3Einfach schmecken und beobachten: https://youtu.be/0aWgJCj_y08
  4. 4Wenn es klappt, einfach mal zuhören: https://www.ccb.pt/Default/pt/Programacao/Musica?A=1298
  5. 5Fado auch als Chance verstehen lernen: https://youtu.be/PGH2anfnCQk
  6. 6...eigentlich wollte ich ein paar warme Tage dort im Herbst genießen. Ist aber auch bei Regen schön. Kenne ich schon. 5 Minuten vom Boot entfernt: http://www.restaurantelasiesta.com/pt/


Landgang West
  1. 1Balsam für die Seele: https://youtu.be/35VI5CHnz5Y
  2. 2Da waren wir schon. Nur draußen: https://youtu.be/V_AqtEin8Hw
  3. 3Essen fassen: https://youtu.be/EYl4hW7BMl8
  4. 4Letzter Hafen vor den Kanaren: https://youtu.be/aKhgjie463o

Sonntag, 24. Juni 2018

...wieder im Planungsmodus. Non stop. Kurs 200 Grad. 600 Seemeilen. Offshore.



1600 Seemeilen mit Fahrradgeschwindigkeit liegen "da draussen" hinter uns.
(Seemeilen mal 1,852 ergibt Kilometer - sprich knapp 3000 km)
Viele hochseerelevante und persönliche Herausforderungen haben wir gemeistert.
Darauf sind wir stolz.
Viele wertvolle Erfahrungen haben wir sammeln dürfen. Das freut uns sehr.




Alle zukünftigen Rahmenbedingungen und aktuelle Entscheidungsoptionen haben wir vor diesen Hintergründen noch mal diskutiert und abgewogen.

Unser Ergebnis:

Nö, wir kommen noch nicht zurück. Wir sind doch gerade erst losgefahren...

Wir biegen auch nicht links ab, in das uns bekannte wunderschöne Mittelmeer.
Ja, wir bleiben draussen. Auf dem Atlantik.
Kurs geradeaus 200 Grad. 600 Seemeilen. Nächstes Jahr.



Jede(r) sieht diese wunderbare Welt aus eigener Perspektive.
Das ist gut so.

Unsere Erde besteht in der Oberfläche zu rund 70-80% Wasser.
Wir erweitern unsere Perspektiven auf diesem Weg.
Dem Seeweg. Auf eigenem Kiel.


Wir vertrauen MiTA.
Sie bringt uns durch die Wellen und wir schützen sie vor Klippen und anderen harten Gegenständen.
Das ist der Deal. Ganz einfach.

5-8 Tage ohne Landkontakt, offshore sozusagen. Unser nächster Törn.

5 Tage inklusive schwerem Wetter - können wir schon.
3-5 Meter Welle - auch.
Ordentlich Tidenhub und noch mehr Strömung  - ebenfalls.
Trotz Atlantikdünung die Flußmündung sicher treffen - geht.
In den Flußhafen bei 3 Knoten Strömung querab reinkommen und festmachen - gelingt.
Kochen bei Seegang - na ja (temporär...).

Es könnte auf der nächsten Etappe eher langweilig werden.
Mit Kanarenstrom, ersten stetigen Passatwinden und ganz viel Zeit.

Aber wir können ja neben den Routineaufgaben mal unsere Angelausrüstung ausprobieren, MiTa pflegen, da draußen eine Runde Schwimmen gehen, einen individuellen Wachplan ausprobieren, die Taucherbrillen mal einsetzen, keine Nachrichten hören, endlich mal Brot an Bord backen, tolle Sonnenauf- und Untergänge genießen, unseren Quadrocopter fliegen lassen, einfach mal in der bewegten Hängematte liegen, ein Buch aus unserer Bordbibliothek lesen, das Kreuzfahrtschiff anfunken, Wale und Delphine suchen, einfach kuscheln, Musik hören, über unser Leben nachdenken, Geschichten erfinden, an einem Comicmanuskript feilen, Karten spielen, tolle Fotos und Videos machen und unsere bordeigene Brauerei in Betrieb nehmen...

Auf jeden Fall freuen wir uns auf: hallokanarischeinseln








Herzlichen Dank an Klaus, der sich mit uns gemeinsam auf dieses Abenteuer eingelassen hat.
Wie lautet unser Motto, welches uns der Niederländische Nachbar mit auf den Weg gegeben hat?
"Nicht zu viel planen. Einfach mal ablegen."
Wie Recht er hat. Wenn man alles gut vorbereitet hat.
Fair winds and harmonic waves.
Das wünschen wir uns.
Alles andere können wir gestalten. Irgendwie.

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