Sonntag, 28. Mai 2017

...üben einer nicht gewollten SITUATION.

Shit happen...

MiTA besitzt auch noch eine Genua. Die wollten wir erstmalig ausprobieren und haben sie mal angeschlagen. Jetzt wissen wir es besser. Die Winsch erbringt hohe Kräfte. Zu hohe Kräfte, wenn man nicht die Signale des Knacken und Knirschen rechtzeitig ernst nimmt, oder falsch interpretiert. Beim Hochziehen und gerade beim Einrollen dieses schweren Tuches.

Dafür sind wir jetzt um einige Erfahrungen reicher. Und das kurz vor dem Start...





 Knack sagt es beim Aussrollen der Genua auf Kurztour. Keine 3 Sekunden dauert es und das mühselig hochgewinschte und eingerollte Tuch ist wider unseren Vorstellungen unten.

Und dann startet das nicht eingeplante intuitive Hilfsprogramm: Segelteile aus dem Wasser bergen, Vorschiffsluke unten entriegeln, Kombizange mitnehmen, aufs Vorschiff durch so viel Tuch sicher vorarbeiten, Schäkel lösen, Luke öffnen und das gaaanze Tuche da hinein stopfen. Diese Trockenübung hat ja schon mal gut geklappt. Die Bedingungen waren ja auch nur 3 Windstärken und 0,5 Meter Welle...



Schon mal ein 40 Quadratmeter schweres Tuch im "Salon" einer 36 Fuß kleinen Yacht zusammengefaltet? Kleines Hindernis dazu: Mitten drin ist der Mastfuß.
Das hat eigentlich prima geklappt. OK, das Tuch wäre an Land etwas sorfältiger gefaltet worden... Es ist auf jeden Fall wieder im Segelsack.
Das können wir jetzt auch!





Ursachenanalyse: Das Fall hat sich - warum auch immer - um das Vorstag gewickelt, hatte Dank unserer unsensiblen Kraftanstrengungen dazu keine Lust mehr und hat sich ganz einfach entspannt.
Ganz im Gegenteil die jetzige Spannung bei uns.
Es muß jemand rauf in den Mast...
Wir haben entschieden und beauftragt: Das soll ein professioneller Fachmann machen. Der Skipper ist nicht schwindelfrei und die Last von ihm an der Winsch vielleicht doch zu hoch!


Auf See, wo es in der Regel keine greifbaren Fachmänner gibt, hätten wir die im vorletzten Winterlager vorsorglich zusätzlichen Fallen nutzen können und das Tuch wieder hoch bekommen. Der Preis des fehlenden Fachmanns : Das Setzen und Bergen der Fock wäre nicht mehr über den Einrollmechanismus möglich. Für uns aber das kleinere Übel. Wir bleiben lieber an Deck und müssen nicht alles können! Dafür haben wir vorgesorgt.


(Nachtrag vom 04.06.: Der Profirigger hat Schäden am Vorstag und an der Rollanlage festgestellt. Klappt aber noch mit der rechtzeitigen Reparatur. Auch die Neuordnung der Stromkreise auf MiTA - der Vorbesitzer hat da wohl Murks gemacht und alle Stromkreise miteinander verbunden - sollte mit dem Anschluß der neuen Batterien auch noch klappen.)




Aber es gab auch schöne entspannende Erlebnisse:

Aufwachen am Vatertag:



 
Stau im Kanal; Über 800 internationale Jungsegler:



Und einige Zaun-, nein Relingsgäste: