Müdigkeit ist der gefühlte schlimmste Feind für so eine kleine und unerfahrene Besatzung.
Es ist aber auch unbeschreiblich schön, mit seiner gut gewarteten Hochseeyacht und den bisher gesammelten Erfahrungen - auf hoher See - ebendort zu sein.
Gelernt haben wir: Entspannt zu sein, trotz Welle. Beruhigt zu sein, bei bekannten Schiffsgeräuschen. Erstaunt zu sein, bei den Sternenbildern.
Vieles wird da draußen so unwichtig. Zum Beispiel Nachrichten über Brückenpinkler in Berlin. Einiges ist ganz wichtig. Zum Beispiel die Wetterentwicklung.
Man hätte da draußen angeln können. Haben wir aber nicht. So richtig Hunger gab es nicht. Und kochen wurde auf das Minimum beschränkt. Selbst beim Kaffee.
Mich haben einfach nur diese sich ständig verändernden, unendlichen Wassermassen über dem Atlantikgrund und durch Wind beeinflussten Wellen fasziniert.
The Ocean. 80% dieses Planeten.
Und Rita hat gelernt, sich mit und ohne Medikamente auf die ständigen Bewegungen einzustellen.
An dieser Stelle mein tiefster Respekt für "meine Crew".
Eigentlich wollte sie ja gar nicht mit auf diese Gesamt-Mission...
Medikamente hin oder her. Sie hat ihren Job super gemacht. Ich konnte mich auf sie verlassen!
Keinen Segelschein in der Tasche, jetzt aber Atlantikerfahrung. Na sowas. Geht doch...
Hatte sie das damals - in den neunzehn80igern - am Sorpesse auf der Dehler-Varianta meines damals gerade verstorbenen Vaters schon etwas geahnt?
Ach ja, der über mir ist Kolumbus. Hier hat er seine Frau gefunden. Ich durfte meine mitbringen...
Dafür hatten wir GPS, AIS. Aber "seinen Navigationsstern" durften wir auch nutzen...
Nebenbei: Hier haben wir uns endlich einen Einkaufshopper gekauft. 😉





